Über Anpassen, Überleben oder Untergehen diskutierten bei der diesjährigen „Pro Diversity“-Veranstaltung am 24. April 2009 unter Leitung von TV-Moderatorin Nina Ruge im Senckenberg Naturmuseum namhafte Diskutanten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Neben dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch saßen der Primatologe und Anthropologe des University College London, Prof. Dr. Volker Sommer, der Soziobiologe Prof. Dr. Eckart Voland vom Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie Dr. Frank Stieler, Mitglied des Vorstands der Hochtief AG, auf dem Podium.
Überleben und Fortpflanzung sind zentrale Begriffe Charles Darwins. Er entdeckte Grundprinzipien der Evolution und beeinflusst damit viele Bereiche menschlichen Denkens und Handelns. Auch in der Wirtschaft geht es ums Überleben und Wachsen. Wo 2009 der Schwerpunkt liegt, ist klar: Wachstum gibt es nicht, dafür kämpfen viele ums Überleben. Einige haben den Kampf bereits verloren.
Die Evolutionsgeschichte zeigt, dass es immer Katastrophen gab, die zu größeren Aussterbeereignissen führten. Mutation, Anpassung, Auslese, Fressen und Gefressenwerden – so auch in der Wirtschaft: Von den 100 größten Unternehmen der Welt vor rund 100 Jahren sind heute noch 19 existent. Die Commerzbank „frisst“ die Dresdner Bank, Schaeffler „verschluckt“ sich an dem Reifenhersteller Continental, General Motors kämpft trotz staatlicher Hilfe ums Überleben – Beispiele gibt es zahlreich. Man fragt sich: Haben wir einen Einfluss drauf? Sollte das freie Spiel der Kräfte reguliert werden? Oder sind Darwins evolutionäre Strategien in hochkomplexen Systemen wie der Wirtschaft die überlegenen?






